Warum sind Bienen so wichtig oder was macht die GbF-Bienen so besonders?

  • Am Mittwoch, den 13.06.2018 besuchte Herr Sauer (Imker aus Sand a.M.) die GbF um Mitarbeitern und Teilnehmern der Maßnahmen PAQT und BVB die Bedeutung und die Lebensweise von Bienen näherzubringen und von der absoluten Besonderheit der GbF-Bienen zu berichten.


    Herr Sauer, eigentlich die Fachkraft für Arbeitssicherheit der GbF, erläuterte zunächst wie er und die GbF zum Thema Bienen zusammengekommen sind. Nach einer Sicherheitsbegehung mit Herrn Keller siedelte er im Oktober 2017 ein Bienenvolk von einem Rolladenkasten der GbF zu sich nach Sand a. Main um.



    Nach intensiver Beobachtung stellte sich heraus, dass dieses Bienenvolk die ganz besondere Eigenschaft besitzt nicht von der Varroamilbe befallen zu sein. Diese Milbe lebt als Parasit an Bienen, pflanzt sich fort und entwickelt sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock. Die Varroamilbe gilt als bedeutsamster Bienenschädling und Hauptursache des seuchenartigen Bienensterbens weltweit. Ist ein Bienenstock von dieser befallen, muss er mit Säuren dagegen behandelt werden. Das Bienenvolk der GbF lebte bis Oktober 2017 bereits fünf Jahre ohne solch eine Behandlung in einem Rolladenkasten. Herr Sauer beobachtet die Bienen weiterhin intensiv und züchtete sogar schon eine zweite Königin. Auch bis heute sind die Bienen nicht befallen und liefern sehr guten und vor allem unbehandelten Honig.

    Im Anschluss daran ging Herr Sauer näher auf die immense Bedeutung der Bienen für die Menschen ein. Schon Albert Einstein wusste „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“
    Er erklärte den Teilnehmern anschaulich die Fortpflanzung und Entwicklung der Biene, die Zusammensetzung eines Bienenvolkes, sowie die unterschiedlichen Aufgaben der Arbeiterinnen, Drohnen und deren Königin. Mit Hilfe eines echten Bienenkastens, genannt „Bienenbeute“, erläuterte er den Aufbau, den sechseckigen Wabenbau, die Honigproduktion und die Honigernte.




    Ein Bienenstock produziert durchschnittlich ca. 25 Kilogramm Honig pro Jahr – die GbF-Bienen nahezu das Doppelte. Am Ende erhielt jeder Anwesende ein Gläschen mit gutem GbF-Bienenhonig.

    Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn Sauer für seinen fachkundigen Vortrag und den interessanten Einblick in das Leben und die Besonderheit unserer (ehemaligen) GbF-Bienen!

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