Wie arbeitet eigentlich ein Biohof?

  • Diese Frage wollten die Auszubildenden zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft und Teilnehmer der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) genau beantwortet haben, deshalb besuchten sie am 2. August den Biohof Manger in Heugrumbach. Zur Vorbereitung auf den Besuch des Biohofes haben die Auszubildenden erarbeitet, wie Tiere in konventionellen Mastviehbetrieben gehalten werden und so konnten auch die Haltungsbedingungen, die sich sehr unterscheiden, verglichen werden.

    10 Teilnehmer nahmen mit ihrer Ausbilderin Frau Lohr und Frau Meister, die den Kontakt zum Betrieb herstellte, an einer Führung der Ställe und Weiden teil. Nach der Begrüßung durch Herrn Manger, wurde kurz die Geschichte des Hofes, der seit drei Generationen als Familienbetrieb besteht und der Tagesablauf vorgestellt. Auf dem Hof gibt es Mutterkuhhaltung, Puten, Hähnchen und Legehennen. Schon beim Besuch des lieben “Federviehs“ staunten wir über das riesige Platzangebot, welches es den Tieren ermöglicht, ihren natürlichen Bedürfnissen, wie im Dreck scharren und ein Sandbad nehmen, nachkommen zu können. Nach den weiteren Ausführungen zur Haltung und dem selbstproduziertem Biofutter für die Legehennen, Masthähnchen und Puten, bemerkten wir schnell, dass Bio nicht gleich Bio ist. Die Bilder, die wir aus Internetrecherchen kannten, waren kein Vergleich zu dem, was hier zu sehen war.

    Bei einem Rundgang über die Felder erfuhren wir außerdem viel Wissenswertes über den Anbau von Mais und Soja. Auch bei der Besichtigung der Rinder mit ganzjähriger Weidehaltung im Offenstall, bei der pro Kuh mit Kalb eine Fläche von ca. 1 ha zur Verfügung steht, erkannten wir sofort, dass das Wohlergehen der Tiere bei der Familie Manger oberste Priorität hat.

    Der Vormittag endete mit einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem intensive Gespräche über die Kosten und Ideale der Biohaltung geführt wurden. Fazit des Tages: Uns ist bewusst geworden, wieviel jeder Einzelne (die Summe macht´s!) zum Wohl der Tiere beitragen kann, wenn er bereit ist faire Preise zu zahlen und einen achtsamen Umgang mit der Natur pflegt.

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