Flüchtlinge

Seit in 2015 die Zahl der asylsuchenden Menschen im Agenturbezirk Schweinfurt deutlich zugenommen hat, führen wir - neben den klassischen Integrationskursen des BAMF - für unterschiedliche Auftraggeber auch berufsorientierende Maßnahmen für Flüchtlingen durch.

Jobbegleiter

Jobbegleiter ist ein Projekt zur beruflichen und sozialen Integration von Flüchtlingen über 25 Jahre und hat zunächst eine zweijährige Laufzeit.
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Jobbegleiter
Zur Kernzielgruppe des Jobbegleiters gehören Asylbewerber und Geduldete mit guter Bleibeperspektive über 25 Jahre sowie Asylberechtigte über 25 Jahre mit gesichertem Aufenthalt. Darüber hinaus steht der Jobbegleiter auch Unternehmen unterstützend zur Verfügung.

Zu den Aufgaben des Jobbegleiters gehören neben der sozialen und passgenauen beruflichen Integration durch eine individuelle Begleitung, auch vermittlungsunterstützende Leistungen für die Zielgruppe bei der Integration in Ausbildung oder Arbeit. Darüber hinaus fungiert er als Lotse bei der Bewältigung von Anforderungen im Alltag. Abschließend stabilisiert er bestehende Ausbildungs- bzw. Arbeitsverhältnisse und steht natürlich auch den Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.
Verfügbarkeit an den Standorten: Stadt und Landkreis Schweinfurt

Brückenjahr 21

Das Ziel von Brückenjahr 21 ist vorrangig der erfolgreiche Übergang in eine betriebliche Ausbildung, Einstiegsqualifizierung oder Beschäftigung von jungen Menschen ab 21 Jahren mit Fluchthintergrund und Bleibeperspektive.
Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten, Talente und Interessen hinsichtlich einer möglichen Berufswahl in Deutschland zu überprüfen und zu bewerten, sich im Spektrum geeigneter Berufe zu orientieren und eine Berufswahlentscheidung zu treffen (Berufswahlfreiheit). Sie können die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für die Aufnahme einer beruflichen Erstausbildung erwerben oder - sofern dies (noch) nicht möglich ist – eine geeignete Fördermaßnahme der Bundesagentur für Arbeit anstreben. Ziel ist die nachhaltige Eingliederung in den Ausbildungs- und/oder Arbeitsmarkt.

Zur Zielgruppe gehören insbesondere junge Menschen ab 21 Jahren, die
  • möglicherweise vielfältig fluchtbedingte und kulturelle Hemmnisse aufweisen und die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben
  • über keine berufliche Erstausbildung verfügen und
  • wegen der in ihrer Person liegenden Gründe (Migration/Flucht) ohne diese Förderung nicht bzw. noch nicht eingegliedert werden können.
Verfügbarkeit an den Standorten: Bad Neustadt

PraF

PraF steht für Praxismodule für Flüchtlinge und stellt eine berufspraktische Erprobung mit theoretischen Einheiten dar. PraF soll die Teilnehmer aktivieren, motivieren und dabei unterstützen, ihren beruflichen Weg zu finden.
Zur Zielgruppe von PraF gehören Asylbewerber und Geduldete bzw. Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge (SGB II) nach Absolvierung eines Sprachkurses.
Folgende Ziele beinhaltet PraF:
  • Kennenlernen verschiedener Berufsfelder (z.B. Metall, Holz, Farbe, Friseur, Hauswirtschaft, Büro, Küche)
  • Feststellung der berufsfachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Aneignung der notwendigen Schlüsselqualifikationen
  • Erwerb von praktischen Fähigkeiten durch konkrete Tätigkeiten in verschiedenen Werkstattbereichen bzw. Berufsfeldern
  • Feststellung der personalen, sozialen, sprachlichen, methodischen und fachlichen Kompetenzen
  • Befähigung zur Integration in den deutschen Arbeitsmarkt sowie der
  • Ausbau von interkulturellen Kompetenzen.
PraF bietet während der Maßnahme
  • mehrtägiges Profil-Match (Potenzialanalyse für Flüchtlinge) als Einstieg
  • berufspraktische Erprobung in verschiedenen Berufsfeldern anhand standardisierter Aufgaben und Feststellung der Eignung
  • Informationen zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt
  • Vermittlung interkultureller Kompetenzen
  • berufsbezogene Sprachförderung
  • sozialpädagogische Begleitung und Beratung
  • Gruppenarbeit
  • Bewerbungsaktivitäten
  • teilnehmerbezogener Bericht zum Ende der Maßnahme mit Erfassung des Sozial- und Arbeitsverhaltens.
Maßnahmedauer
Die Maßnahmedauer beträgt zwölf Wochen vom 26.02.2018 - 18.05.2018
Die tägliche Anwesenheit ist i. d. R. von 08:00 – 14:45 Uhr (Montag – Freitag)
Ihre Fragen beantworten Ihnen gerne

für Schweinfurt
Ellen Siedler
Telefon: 09721 7899-220
E-Mail: ellen.siedler@gbf-sw.de

für Bad Kissingen
Angelika Meister
Telefon 0971 698983-58
E-Mail: angelika.meister@gbf-sw.de

für Bad Neustadt
Sandra Stumpf
Telefon: 09771 611933
E-Mail: sandra.stumpf@gbf-sw.de
Verfügbarkeit an den Standorten: Schweinfurt, Bad Neustadt und Bad Kissingen