Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenbringen

Main-Jobturbo-Messe in der GbF Haßfurt (Christina Ruck)

Um ein erstes Kennenlernen zu ermöglichen, wurden insgesamt rund 300 TeilnehmerInnen schriftlich eingeladen. Diese besuchen aktuell einen Sprachkurs und werden diesen in naher Zukunft abschließen. Frau Schnitzer, die Geschäftsstellenleiterin der Bundesagentur für Arbeit in Haßfurt, benannte als Ziel der Veranstaltung das Herstellen eines Erstkontaktes. Es ginge nicht um die Vermittlungsquote, sondern um einen ersten Informationsaustausch. Auch Herr Knetzger, Teamleiter im Jobcenter Haßfurt, betonte wie wichtig das Kontakteknüpfen für Sprachkursabsolventen/innen sei, um zukünftig in ein Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis überzugehen.


Auf Arbeitgeberseite waren insgesamt 10 Betriebe aus unterschiedlichen Branchen anwesend, um mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Herr Herold, aus der Firma RITZ Instrument Transformers GmbH, betonte dass in einem persönlichen Gespräch sehr schnell herauszufinden sei, wer wirklich interessiert ist. Einige der anwesenden Betriebsvertreter haben bereits Erfahrung mit zugewanderten Mitarbeiter/innen und gaben diese gerne an die Kolleg/innen weiter.



Im Einsatz waren ebenfalls die Handwerkskammer, Kolping und die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit um über weitere Themen hinsichtlich Praktikums-, Ausbildung- oder Arbeitsverhältnis aufzuklären. Die sieben Dolmetscher unterstützten die Gespräche, wenn es um Detailabsprachen ging.


Die Kolleg/innen der GbF nahmen ebenfalls mit ihren Teilnehmern aus den Maßnahmen CJL/CEL und PAQT am Jobturbo teil. Sie informierten sich ebenso über die Möglichkeiten in der Region oder nutzten die Zeit um mit den Arbeitsgebern über aktuelle Anforderungen des Arbeitsmarktes zu sprechen.



Frau Albert und Herr Beck, von der Firma F&G Personaldienst, lobten im persönlichen Gespräch die Organisation der Veranstaltung, kritisierten aber „Leider ist es aktuell für uns rechtlich unmöglich potentielle Bewerber, ohne gültige Aufenthaltserlaubnis, einzustellen. Die bürokratischen Vorgänge dauern teilweise zu lang, sodass Interessierte bei uns einfach keine Chance auf ein Arbeitsverhältnis haben.“ Die Vertreterinnen der Metzgerei Ponnath aus Knetzgau gaben zum Abschluss zu bedenken, dass noch nicht alle Interessierten sprachlich weit genug qualifiziert seien und gaben den Teilnehmer/innen deshalb den Hinweis immer weiter daran zu arbeiten und im Austausch zu bleiben.